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Topergebnisse am ersten Tag des Heimweltcups in Saalfelden-Leogang

06. Juni 2025
Starker Vierter beim Short Track Weltcup in Saalfelden - Leogang - der Vorarlberger Julius Scherrer (Foto: Monica Gasbichler)
Veröffentlicht in MTB

Text: Peter Maurer / Fotos: Monica Gasbichler

Während im Cross-Country am ersten Tag des Weltcups im Salzburger Land, in Saalfelden-Leogang, die Short-Track-Rennen am Programm standen, wartete im Downhill die Qualifikation. In beiden Disziplinen waren Österreichs Athletinnen und Athleten sehr stark unterwegs, so gab es zwei Qualisiege durch Valentina Höll und Rosa Zierl und absolute Topergebnisse wie die vierten Plätze von Mona Mitterwallner sowie Julius Scherrer oder den siebten Rang für Katrin Embacher.

“Ich bin nicht ganz bei mir. Ich hatte immer wieder mit Migräne zu kämpfen und zu wenig Schlaf. Deshalb fühle ich mich heute nicht bei 100 Prozent. Jetzt geht es zurück ins dunkle Zimmer, um möglichst viel Energie für morgen zu sammeln“, meinte Höll, die die letzten beiden Weltcupstopps in Saalfelden-Leogang für sich entscheiden konnte. Trotz der Probleme war sie in der Elite der Frauen die unangefochtene Nummer eins der Qualifikation.

Das galt auch für Rosa Zierl, die sich bei den Juniorinnen in die Position der Topfavoritin fuhr. Allerdings gab es für die heimischen Fans auch ein trauriges Auge, denn die Weltcupsiegerin von Loudenvielle, Lina Frener, verletzte sich im Training und verpasste dadurch die Qualifikation und wird damit auch ihre Weltcupführung verlieren. Dafür schaffte Emma Bindhammer den Sprung ins Finale.

Zitterpartie für Kolb bei den Männern

Eine Zitterpartie war die Qualifikation für Andreas Kolb bei den Männern. Denn mit Rang 24 verpasste er zunächst noch den Finaleinzug. In diesem Jahr kommen nur mehr die ersten 20 ins Finale, weitere zehn Plätze werden dann noch in einer zweiten Qualifikation vergeben. Diese gewann Kolb dann und wird am Samstag damit auch um eine Topplatzierung auf der Speedster-Strecke vom Asitzkogel kämpfen.

“In Q1 wäre ich in den letzten zwei Kurven beinahe gestürzt und habe sicher zwei Sekunden verloren. Einfach zu viele Fehler. Es hat mich absolut gestresst, ich wollte die Qualifikation vor Familie und Freuden so sehr, dass ich jetzt mega erleichtert bin", kommentierte Kolb seine Qualifikation.

Knapp vorbei an der Qualifikation schrammte Lokalmatador Oliver Vogl bei den Junioren. Er landete auf Rang 23, nur die besten 20 erreichen den finalen Run. Im Gegensatz zur Elite gibt es im Nachwuchs keine zweite Qualifikation. Ebenfalls gut präsentierte sich Kerstin Sallegger im Q1 der Frauen, schaffte aber dann im zweiten Qualilauf nicht den Sprung unter die besten fünf Fahrerinnen. Bei den Elitefrauen gehen nur die schnellsten Zehn weiter, in der zweiten Quali werden fünf weitere Spots vergeben.

Mitterwallner und Scherrer überraschen als Vierte im Short Track

Richtig stark zeigten sich auch die Cross-Country-Spezialisten im Short Track am Freitag. So wurde in der U23 Katrin Embacher starke Siebte. "Ich war in Nove Mesto mit meinem achten Platz schon mega happy, mich jetzt hier ausgerechnet beim Heimweltcup vor meiner Familie noch einen Platz zu verbessern, ist natürlich super“, freute sich die Tirolerin im Ziel. Ihre Renntaktik ging voll auf: „Ich habe probiert, die Energie ein wenig einzuteilen und nicht gleich von Anfang an vorne mitzufahren, weil der Kurs doch sehr anspruchsvoll ist mit dem langen Anstieg. Da ist es wichtig, sich die Kraft gut einzuteilen. Ich bin mit meiner Taktik sehr zufrieden.“

Pech hatte hingegen Katharina Sadnik, die in Brasilien in dieser Disziplin zweimal am Podium stand und zuletzt in Nove Mesto auch in den Top Ten landete. Die Kärntnerin erlitt einen Reifenschaden und beendete das Rennen auf Platz 25 und verpasste so nur ganz knapp die dritte Startreihe für den Sonntag.

“Das ist wirklich etwas Besonderes“

Julius Scherrer

Den Sprung in diese schaffte Nationalteamfahrerin Clara Sommer auf Platz 21. Der zweite rot-weiß-rote U23-Fahrer, der richtig überraschte war der Vorarlberger Julius Scherrer. Erstmals startete er im Short Track in einem Weltcup und beendete diesen als Vierter. “Das ist wirklich etwas Besonderes“, strahlte er.

Im Vorjahr nahm er das Rennen von Platz 80 in Angriff, nun darf er am Sonntag aus der ersten Reihe starten. “Es hat sich in der zweiten Runde eine Gruppe gebildet und ich schaffte den Sprung in diese. Erst dadurch konnte ich dann überhaupt um diese Platzierung fahren“, erklärte er.

Normalerweise ist der Short Track nicht die Lieblingsdisziplin von Mona Mitterwallner, doch die Tirolerin schaffte in Saalfelden-Leogang ihre bestes Weltcupergebnis und verpasste als Vierte nur knapp den Sprung aufs Podium. “Ich war am Start ziemlich gestresst wegen technischer Probleme, aber dann lief es besser und besser. Es ist meine persönliche Bestleistung im Short Track und ein wirklich guter Start in den Heimweltcup“, war sie zufrieden. Ihre Landsfrau und Teamkollegin Tamara Wiedmann landete auf Platz 16, Laura Stigger wurde 26te.

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