Felix Gall katapultiert sich am Blockhaus in die Top drei des Giro d’Italia

Text: Peter Maurer / Fotos: Titouan André/DCT
Lediglich der zweifacher Tour-de-France-Sieger und Gewinner der Vuelta a Espana im Vorjahr, der Däne Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) war auf der 7. Etappe des diesjährigen Giro d’Italia noch ein wenig stärker als der Osttiroler Felix Gall (Decathlon CMA CGM Team) und sicherte sich den Tagessieg vor dem 28-Jährigen. In der Gesamtwertung verteidigte der Portugiese Afonso Eulalio das Rosa Trikot und liegt nun 3:17 Minuten vor Vingegaard und 3:34 vor Gall.
“Ich bin sehr zufrieden“, berichtete Gall nach seiner starken Fahrt auf der 244 Kilometer langen Etappe von Formia auf den Abruzzen-Gipfel Blockhaus. Als Favorit Vingegaard an der Schlusssteigung angriff, konnten nur mehr der Italiener Giulio Pellizzari (Red Bull Bora – hansgrohe) sowie Gall das Hinterrad des dänischen Favoriten halten.
Clever entschied sich der Österreicher aber auf eigenes Tempo zu setzen, ließ das Duo zunächst fahren, stellte aber dann noch Pellizzari und verringerte je näher es dem Zielstrich ging, auch den Rückstand auf Vingegaard. Dieser lag am Ende der Marathon-Etappe 13 Sekunden vor Gall, die nächsten Verfolger hatten schon eine Minute an Rückstand aufzuweisen.
Zufriedenheit nach Etappe überwiegt kurzen Ärger am Schlussanstieg
“Ich habe mich zunächst geärgert, weil ich das Hinterrad von Vingegaard nicht halten konnte, aber als dann Pellizzari geplatzt ist, zeigte sich, dass es doch die bessere Wahl war, mein eigenes Tempo zu fahren“, berichtete der Österreicher, der nun einen ersten großen Schritt tätigte, eine GrandTour am Podium zu beenden.
“Ich bin zufrieden mit dem Ausgang der ersten schweren Etappe und das gibt mir viel Selbstvertrauen für die nächsten Tage“, resümierte Gall, dessen nächste schwere Prüfung schon am Sonntag wartet, wo die nächste Bergankunft ansteht. Zuversicht konnte ihm aber auch die starke Leistung seines Edelhelfers Gregor Mühlberger geben, der lange am Schlussanstieg an seiner Seite fuhr und ihm vom heftigen Wind abschirmte. Erst als nur mehr die Kapitäne in die Offensive gingen, ließ der Niederösterreicher abreißen.







