Hohe Erwartungen der Bahnradasse vor Europameisterschaften in Anadia

Am Dienstag starten die U19- und U23-Europameisterschaften der Bahnradfahrer im portugiesischen Anadia. Im Velódromo Nacional de Portugal werden bis Sonntag zwei Athletinnen und drei Athleten von Cycling Austria um Medaillen kämpfen. In den Disziplinen Einerverfolgung, Scratch, Ausscheidungsrennen, Punkterennen, Omnium und Madison wird Österreich durch Leila Gschwentner, Sophie Walcher, Raphael Kokas, Valentin Zobl und Heimo Fugger vertreten.
Mit dem Wiener Kokas und dem Kärntner Fugger sind zwei amtierende Europameister im Aufgebot. Das Ziel für die aktuelle Nummer Eins der Welt bei den Junioren, den 17-Jährigen aus Wernberg ist ganz klar Titelverteidigung:
„Ich freue mich sehr auf meine zweiten Europameisterschaften. Ich werde mein Bestes geben und hoffentlich wieder mit einem Meistertrikot heimkommen. Letztes Jahr war sehr Besonders, weil ich davor international noch kaum einen Vergleich hatte. Es war dann schon sehr überraschend zwei Medaillen und einen Titel mitzunehmen“, erklärt der 17-jährige Fugger. Im vergangenen Jahr gewann er in Cottbus Silber im Ausscheidungsrennen sowie Gold im Punkterennen.
In den letzten beiden Jahren gewann Kokas den Madisontitel mit Maximilian Schmidbauer (2023) und Tim Wafler (2024). Da seine beiden Partner mittlerweile der U23-Klasse entwachsen sind, kann er in dieser Disziplin keine Titelverteidigung anstreben. Es bleiben ihm trotzdem vier Chancen, um weitere Medaillen zu erringen.
„Es wäre sehr schön wieder mit einer Goldmedaille nach Hause zu kommen. Dieses Jahr ist es im Madison nicht möglich, aber ich werde alle anderen Disziplinen bestreiten. Ich bin im Scratch, Ausscheidungsrennern, Punkterennen und im Omnium dabei. Das Omnium ist allerdings die wichtigste Disziplin für mich“, führt der 21-jährige Wiener an und erkor die zweite Olympiadisziplin der Ausdauerfahrer zu seinem Hauptevent in Anadia.
Einerverfolgung und Scratch als Chancen für Gschwentner und Walcher
Auch Leila Gschwentner hofft auf weiteres Edelmetall. Auf die Bronzemedaille 2023 in Anadia folgte im letzten Jahr Silber in Cottbus. Folglich zählt die Tirolerin wieder zum Kreis der Favoritinnen, bekommt es aber mit vier Runden mehr zu tun als bei den letzten Titelkämpfen. Denn nach der Vereinheitlichung der Distanzen der Männer und Frauen warten vier beinharte Kilometer im Kampf gegen die Uhr.
Ich hätte gerne in der Einerverfolgung wieder eine Medaille. Es ist jetzt aber eine andere Distanz. Da kann mich nicht voraussagen, wie es mir im Vergleich zu den anderen geht. Wir werden unser Bestes geben, was die anderen machen, können wir nicht beeinflussen“, erklärt die 21-Jährige, die auch noch im Scratch und Punkterennen an den Start gehen wird.
Bei den Juniorinnen tritt für Cycling Austria die Steirerin Sophie Walcher an. Die gebürtige Gleisdorferin erhofft sich ebenfalls, ein Wörtchen im Kampf, um die Podiumsplätze mitreden zu können. Die größten Chancen rechnet sie sich im Scratch aus, welches bereits am ersten Wettkampftag am Programm steht. Zudem wird sie auch noch in der Einerverfolgung, die bei den Juniorinnen auf 3.000 Meter ausgetragen wird, sowie im Punkterennen und im Omnium an den Start gehen.
„Am meisten freue ich mich auf morgen, auf das Scratch. Da sind die Erwartungen auch am höchsten. Ich werde versuchen, das beste Rennen zu fahren, das ich je gefahren bin. Ein Podium wäre sehr schön“, verriet sie nach Ende der montägigen Trainingssession in der Halle.
Zobl komplettiert das Quintett
Auch Valentin Zobl ist am Dienstag schon im Einsatz. Er wird das Scratch-Rennen der Junioren in Angriff nehmen. Zudem ist der Oberösterreicher auch noch gemeinsam mit Fugger zum Abschluss der Rennwoche im Madison am Start.
Es wird sicher ein cooles Event. Wir haben uns schon lange darauf vorbereitet. Ein Top fünf Ergebnis wäre super, eine Medaille natürlich noch besser. Das wäre richtig cool. Wir waren vor eineinhalb Jahren mal hier. Ich habe ganz vergessen, wie gut die Bahn rollt“, zeigt sich der 18-Jährige voller Vorfreude.
Bereits der erste Wettkampftag verspricht Spannung und Medaillenchancen. Denn mit der Einerverfolgung von Gschwentner, dem Scratch von Walcher und Zobl sowie dem Ausscheidungsrennen von Kokas, dürfen sich die österreichischen Fahrerinnen und Fahrer in gleich vier Bewerben Hoffnungen auf Edelmetall machen.









