Pumpen und Treten für Meistertitel im Rahmen der Sport Austria Finals

Text: Peter Maurer / Fotos: Nico van Darthel, Marc Schwarz
Mit Pumptrack und BMX Racing nehmen zwei superschnelle Sportarten von Cycling Austria an den Sport Austria Finals in der Bundeshauptstadt teil. Während es am Donnerstag im Tangentenpark vor allem auf die schnellsten Zeiten ankommt, ist am Samstag und am Sonntag in Vösendorf vor allem das Durchsetzungsvermögen im direkten Duell mit den Gegnern gefragt.
Verbunden sind die beiden Sportarten nicht nur durch die sehr ähnlichen Räder, auch sind es ideale Einstiege für den Nachwuchs. Denn schon mit den Laufrädern können die welligen Parcours bezwungen werden. Der größte Unterschied ist, dass im Gegensatz zum BMX Racing beim Pumptrack die Kurbel nicht bewegt wird und durch „pumpende“ Auf- und Ab-Bewegungen beschleunigt wird.
Anfang der 2000er Jahre entstanden die ersten Pumptracks, mittlerweile gibt es fast in jeder österreichischen Stadt mindestens eine Anlage, wo viele Kinder ihre ersten Erfahrungen machen. “Pumptracks ermöglichen frühe Erfolgserlebnisse und machen talentierte junge Menschen überhaupt erst sichtbar. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir als Verband dort ebenso präsent sind“, erklärt der Sportdirektor von Cycling Austria, Roland Pils.
Das Rennen im Pump Track bei den Sport Austria Finals ist auch der Abschluss der Austrian Pumptrack Series p/b Suspension Factory, die heuer in Bergheim bei Salzburg, Grieskirchen, Scharnstein sowie in Marchtrenk Station machte. Zu favorisieren sind bei den Frauen Lena Bauer und bei den Männern Felix Schoibl. Ankommen wird es auf die schnellste Zeit, denn diese wird ausschließlich gewertet. Jede Athlet:In hat dabei drei Runs im Finale.
Bis zu acht Fahrer:Innen gleichzeitig beim BMX Racing am Parcours
Im BMX Racing wird ein 400 Meter langer Parcours befahren, gleich bis zu acht Athlet:Innen nehmen diesen von einem Starthügel aus gemeinsam in Angriff. Verschiedene Hindernisse und Wellen gilt es dabei auf den Geraden zu absolvieren, ehe eine Steilkurve in die nächste Gerade führt. Gefahren wird in Vösendorf, wo 1994 auch schon Europameisterschaften ausgetragen wurden. Sowohl in den Vorläufen als auch im Finale werden jeweils drei Heats gefahren und je nach Platzierung ergeben sich die Punkte, die über das Endklassement entscheiden.
So wird dem Erstplatzierten ein Punkt gutgeschrieben, der Zweite erhält zwei Zähler bis hin zum Achten, der bei acht Punkten landet. Nach drei bestrittenen Läufen wird zusammengezählt und die niedrigste Punktzahl ermöglicht den Finaleinzug oder später den Sieg. Nico Gössl und Fabian Kogler sind bei den Männern die Favoriten, bei den Frauen ist es erneut Lena Bauer, die sich in der Elite die größten Hoffnungen machen kann, auch weil die starke Juniorin Paikea Marte mit einem Schlüsselbeinbruch, den sie sich beim Europacup in Tschechien zugezogen hat, verletzungsbedingt fehlt.
Die Medaillenentscheidungen in Vösendorf fallen dann am Sonntag, die ersten Runden werden am Samstag ausgetragen.












