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Ein kompletter Medaillensatz für Österreichs Paracycling-Team zum EM-Auftakt in Maniago

12. Juni 2026
Das rot-weiß-rote Team in Maniago (Foto: Drew Kaplan)
Veröffentlicht in Paracycling

Text: Peter Maurer / Fotos: Drew Kaplan

Ein langer Tag mit vielen Einsätzen wartete auf das heimische Paracyclingteam am Freitag in Maniago in der Friaul. Die Zeitfahren aller 13 Klassen standen am Programm auf einem kurvigen Parcours, der dem rot-weiß-roten Team einen kompletten Medaillensatz einbrachte. Franz-Josef Lässer feierte nach seinem Zeitfahr-WM-Titel im letzten Jahr nun den EM-Titel in der Klasse C5. Silber gab es durch Cornelia Wibmer bei den H4-Frauen am Handbike. Der Tiroler Alexander Gritsch holte bei den H4-Männern Bronze.

"Mit dem dritten Platz habe ich mir ein Ziel erfüllt. Ich wollte unbedingt hier eine Medaille erringen, geträumt habe ich sogar von mehr", grinste Gritsch, der als Dritter gerade einmal einen Vorsprung von zwei Zehntel auf seinen nächsten Verfolger hatte. "Ich bin auch schon Vierter geworden in solchen Rennen, von dem her bin ich glücklich. Denn nur ein Platz am Podium bringt dir eine Medaille bei Titelkämpfen", fügte der Tiroler an.

Auf Rang zwei beendete Wibmer ihr Rennen am Freitag hinter der Schweizerin Sandra Fuhrer. Mit zwei Siegen bei den diesjährigen Saisonweltcups galt die Salzburgerin als eine der Topfavoritinnen im Kampf gegen die Uhr. "Natürlich hofft man immer auf mehr, aber der Kurs war sehr kurvig und da liegen leider nicht meine Stärken, weshalb der zweite Rang voll in Ordnung ist", schilderte Wibmer.

Weltmeister Franz-Josef Lässer eine Klasse für sich

Im Zeitfahren der C5-Männer war dann Franz-Josef Lässer eine Klasse für sich und sicherte sich nach dem Gewinn des Regenbogentrikots bei den Weltmeisterschaften 2025 in Belgien nun auch den Europameistertitel, obwohl die Vorbereitung alles andere als ideal für ihn lief. "Ich war die ganze Saison immer wieder krank, nun auch von den Europameisterschaften. Aber irgendwie hatte ich heute den Kopf frei und wollte einfach nur das Beste daraus machen", erzählte der junge Steirer, der schon in der Auftaktrunde seine Kontrahenten in die Schranken wies. Mehr als die Hälfte seines Vorsprungs fuhr er in der ersten von drei Runden auf seine Gegner raus.

"Ich wollte ihnen ein Signal senden, habe richtig gut losgelegt und sogar teilweise ein wenig überdreht. Aber ich konnte dann den Vorsprung gut halten, musste auch nicht mehr in jeder Kurve das letzte Hemd riskieren", berichtete Lässer, der am Ende vor dem Franzosen Elliot Pierre und dem Paralympics-Sieger Daniel Abraham aus den Niederlanden gewann. Letzteren holte der Österreicher fast ein nach 27,9 Kilometern.

"Das war noch einmal ein richtiger Boost für mich und ich hab mich voll reingehangen", grinste Lässer. Sein neuer Teamkollege, Daniel Ganahl aus Vorarlberg, belegte Rang sieben bei seinem Paracycling-Debüt in der C5-Klasse. Ernst Bachmaier landete als Vierter in der H1-Klasse nur knapp neben dem Podium und der Kärntner Christian Troger wurde Zehnter in der C2-Klasse.

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