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EM-Comeback im Hallenradsport mit einem alten Erfolgsduo

04. Juni 2026
In der Heimat von Weltmeister Deutschland geht Patrick Schnetzer mit Markus Bröll in das Abenteuer Titelverteidigung bei den Europameisterschaften in Amorbach (Foto: Drew Kaplan)
Veröffentlicht in Hallenradsport

Text: Peter Maurer / Fotos: Drew Kaplan

Nach einer Pause von vier Jahren steigen in Amorbach bei Aschaffenburg in Deutschland wieder Europameisterschaften im Hallenradsport. Vor allem im Radball sind die Hoffnungen auf eine Medaille groß, auch wenn der achtfache Weltmeister Patrick Schnetzer nicht mit seinem aktuellen Spielpartner Stefan Feurstein, mit dem er 2022 Welt- und Europameister wurde, antreten kann. Doch der Vorarlberger hat einen guten Ersatz gefunden und vertritt die rot-weiß-roten Farben im Radball mit Markus Bröll. Im Kunstrad sind mit Helena Nitz und Franziska Belmega als auch Marcel Schnetzer und Christopher Schobel je zwei Athletinnen und zwei Athleten im Einer im Einsatz.

Sechs seiner acht WM-Titel fuhr Patrick Schnetzer an der Seite von Markus Bröll ein, ehe Bröll seine Karriere beendete, in den letzten Jahren aber wieder aktiv wurde. Durch die hartnäckige Schulterentzündung von Feurstein ist er nun der ideale Ersatz. Dennoch sind die Voraussetzungen nicht ideal für das heimische Team, zog sich auch Patrick Schnetzer eine Fingerverletzung zu. Auf den Gips, den er eigentlich tragen sollte, verzichtet er zu Gunsten der Europameisterschaften und will für die mögliche Titelverteidigung auf die Zähne beißen.

Die starken Gegner der letzten Weltmeisterschaften wie Deutschland und Schweiz warten erst in den K.O.-Duellen, da Österreich nicht in dieselbe Gruppe gelost wurde. Diese warten somit erst im Semifinale auf die beiden Vorarlberger, die mit Frankreich und Tschechien aber auch zwei gute Gegner im Kampf um den Einzug in ihrer Gruppe haben.

Viermal Vorarlberg in den beiden Kunstrad-Einern

Als erste Österreicherin eröffnet EM-Debütantin Helena Nitz den Wettbewerb im Einer am Freitag. Als bereits zweite Starterin sammelt sie ihre ersten Erfahrungen. Nur die vier besten Frauen der Vorrunde erreichen das Finale, in dem die Medaillen ausgefahren werden. Die Europameisterschaften im Einer sind fast gleich besetzt wie die Weltmeisterschaften, weshalb auch Franziska Belmega ein kleines Wunder benötigt, um den Sprung in das Finale zu schaffen.

Eindeutig bessere Karten sollten da Christopher Schobel und Marcel Schnetzer bei den Männern haben, die als viert- und fünftbeste in die Qualifikationsrunde gehen anhand ihrer Übungsschwierigkeiten. Vor allem der erfahrene Ungar Csaba Varga, im Vorjahr WM-Bronzemedaillengewinner, wird der Gegner für die beiden Österreicher im Kampf um die Medaillen.

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