Die Road Cycling League Austria kürt ihre Gesamtsieger. Huys und Stüssi gewinnen Abschlussrennen in Königswiesen

Mit der 7. Mühlviertler Hügelwelt Classic in Königswiesen ist die Road Cycling League Austria 2026 am Sonntag in ihre letzte Runde gegangen. Auf einer selektiven Strecke durch das Mühlviertel wurden nicht nur die letzten Tagessiege der Saison vergeben, sondern auch die entscheidenden Punkte im Kampf um die Gesamtwertung. Tabea Huys (Tirol Women Cycling) zeigte mit ihrem Tagessieg eindrucksvoll, warum sie auch die U23- und die Gesamtwertung für sich entscheiden konnte. Colin Stüssi (Team Vorarlberg) setzt sich im Sprint der Männer durch. Dadurch konnte Teamkollege Philipp Hofbauer die Gesamtwertung gewinnen.
Die Frauen fuhren ihr Rennen über drei Runden und insgesamt 63,9 Kilometer. Vom Marktplatz in Königswiesen führte die Strecke über Haid und Wildberg nach Unterweißenbach, ehe es über die Nordkammstraße und die Linzer Straße wieder zurück ins Zentrum ging. Schon auf den ersten Kilometern zeigte sich, dass die Mühlviertler Hügelwelt dem Ligafinale alle Ehre machen würde.
„Obwohl wir heute nur zu zweit am Start standen, hatten wir das Rennen den ganzen Tag über fest im Griff. Ich habe versucht, mich frühzeitig abzusetzen und auch bei den Zwischenwertungen Punkte zu sammeln. Das es am Ende nochmal für einen Tagessieg reichte, gibt viel Selbstvertrauen für die Rennen in Kanada“, jubelte die Siegerin Tabea Huys, die damit auf die Weltmeisterschaft abzielte und auch noch ein Rennen in Quebec mit ihrem Team Tirol Women Cycling bestreiten wird. Die Ränge zwei und drei gingen an die beiden Deutschen Kaya Meier (OG Cycling Crew x RV Stegen) und Luzia Meister (Bikeleasing Verge VICC).
Bei den Männern standen 121 Kilometer und rund 2.500 Höhenmeter auf dem Programm. Damit wartete zum Saisonabschluss noch einmal eine echte Prüfung auf die heimische Elite. Nach einem turbulenten Rennverlauf mit sehr vielen Attacken setzte sich letztlich Vorarlbergs Kapitän Collin Stüssi durch. „Es war schon eine gute Teamleistung, da wir im Rennverlauf nie die Übersicht verloren haben. Mit dem Tagessieg konnten wir all unsere Ziele erreichen“, so der Schweizer. Knapp hinter Stüssi fuhr der für Hrinkow Advarics fahrende Richard Riska über die Ziellinie. Dritter wurde der Tiroler Jonas Holzknecht (Tirol KTM Cycling).
Die neuen Könige und Königinnen der Liga
Noch wichtiger als der Tagessieg waren in Königswiesen die letzten Entscheidungen in der Gesamtwertung. Bei den Frauen stand bereits vor dem Finale fest, dass Tabea Huys die Saisonwertung der Road Cycling League Austria für sich entscheiden würde. Die Fahrerin von Tirol Women Cycling prägte die Saison wie kaum eine andere Athletin und sicherte sich sowohl das ARBÖ-Gesamttrikot als auch das Cycling Austria Member Card U23-Trikot. Für Huys ist der Gesamtsieg zugleich der nächste große Schritt in ihrer noch jungen Karriere. Ihre starken Leistungen über die gesamte Saison brachten ihr nicht nur den Sieg in der heimischen Liga, sondern auch einen Trainee-Vertrag beim internationalen Topteam Lidl-Trek ein. Auch die Teamwertung der Frauen geht an Tirol Women Cycling. Gleich in der ersten Saison als Continental Team setzte die Mannschaft ein starkes Ausrufezeichen und holte sich den Gesamtsieg der Road Cycling League Austria.
Bei den Männern war die Spannung bis zum Finale deutlich größer. Philipp Hofbauer vom Team Vorarlberg ging als Gesamtführender nach Königswiesen, gefolgt von Riccardo Zoidl von Hrinkow Advarics. Am Ende reichte Hofbauer ein neunter Platz für die Gesamtwertung. Valentin Poschacher (Hrinkow Advarics) stand schon vor dem Finale als Sieger der U23-Wertung fest. Auch die Teamwertung blieb bis zum Schluss offen. Zwischen Team Vorarlberg und Hrinkow Advarics lagen vor dem Finale lediglich drei Punkte. Damit wurde Königswiesen auch zum direkten Duell der beiden stärksten Mannschaften der Saison. Das Team Vorarlberg setzte sich schließlich durch und sicherte sich damit den Mannschaftstitel der Road Cycling League Austria 2026.
Ein Jahr, acht Rennen, unzählige Geschichten
Mit dem Finale in Königswiesen geht damit eine Saison zu Ende, die einmal mehr gezeigt hat, wie vielfältig und spannend der österreichische Straßenradsport ist. Von der Saisoneröffnung in Leonding über St. Marein-Feistritz, das Kirschblütenrennen in Wels, den selektiven GP Vorarlberg und die Erlauftaler Radsporttage führte der Weg weiter über die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Einzelzeitfahren, das Grazer Altstadt.Kriterium und das anspruchsvolle Gaisberg-Bergrennen bis zum großen Finale im Mühlviertel.
Jedes Rennen hatte dabei seinen eigenen Charakter: schnelle Klassiker, windige Abschnitte, lange Ausreißversuche, taktische Positionskämpfe, harte Anstiege und spektakuläre Entscheidungen im Finale. Genau diese Mischung macht die Road Cycling League Austria zur zentralen Rennserie des österreichischen Straßenradsports. Sie bringt die besten heimischen Fahrerinnen und Fahrer regelmäßig an die Startlinie, gibt jungen Talenten eine Bühne und sorgt gleichzeitig für eine durchgehende sportliche Geschichte über die gesamte Saison.
Alle Siegerinnen und Sieger werden am 7. November bei der großen Gesamtsiegerehrung von Cycling Austria in Saalfelden geehrt.
Endwertung Road Cycling League Frauen:
Tabea Huys (Tirol Women Cycling)
Belinda Holzer (Tirol Women Cycling)
Nadja Heigl (Team Cookina ARBÖ ASKÖ Graz)
Tjasa Susnik (ARBÖ Rapso Knittelfeld)
Leila Gschwentner (Smurfit Westrock Cycling)
Endwertung Road Cycling League Männer:
Philipp Hofbauer (Team Vorarlberg)
Riccardo Zoidl (Hrinkow Advarics)
Tobias Nolde (Team Vorarlberg)
Valentin Poschacher (Hrinkow Advarics)
Richard Riska (Hrinkow Advarics)
Rennkalender Road Cycling League Austria 2026:
22.03. – 65.Radsasion-Eröffnungsrennen Leonding (F/M)
12.04. – Straßenrennen St. Marein-Feistritz (F)
26.04. – 64. Kirschblütenrennen Wels (F/M)
01.05. – 15. GP Vorarlberg (UCI1.2) (M)
03.05. – 53. Erlauftaler Radsporttage (F/M)
27.06. – ÖSTM Einzelzeitfahren (F/M)
28.07. – Graz Altstadt.Kriterium (F/M)
16.08. – Gaisberg Bergrennen / ÖM Berg (F/M)
13.09. – 7. Mühlviertler Hügelweltclassic Königswiesen (F/M)






